03 Januar 2018

Leon Reed Zack ins Abenteuer - Sabine Kruber




Gebundene Ausgabe: 224 Seiten
Verlag: Oetinger (22. August 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3958821231
Preis: EUR 9,99
ASIN: B01G40T3TI
Preis: EUR 4,99
Come in: Rezensionsexemplar von Lovelybooks
Inhalt
Eigentlich würde Leon viel lieber mit seinem Vater klettern gehen, doch stattdessen muss er für die Schule ein Buch mit vielen schwierigen Wörtern lesen. Anders als seine Schwester Mira, mag Leon das Lesen so gar nicht. Umso mehr freut er sich, als er einen Füller entdeckt, der all die schwierigen Wörter verschwinden lässt. Doch schon bald merken die Geschwister, dass die kleinen Schlangen aus der Feder sich langsam aber sicher durch alle Wörter fressen. Schon bald verschwindet die ganze Schrift und ihnen ist klar, dass sie etwas unternehmen müssen.
Meine Meinung
Leon und Mira sind Geschwister, doch recht verschieden. Während Leon es liebt aktiv zu sein und gerne Sport macht, ist Mira eher ruhig. Sie liebt das Lesen und taucht gerne in Geschichten ab. Doch nun sollen sie für die Schule etwas lesen, was Leon so gar nicht gefällt.

In einem Laden entdeckt Leon einen Füller, zu dem er sich magisch hingezogen fühlt. Mira hat was gegen ihn, doch er kauft ihn trotzdem. Schon bald entdeckt er, dass hinter dem Füller tatsächlich Magie steckt. Aus ihm kommen kleine, für andere unsichtbare, Schlangen raus, die die Worte einfach von den Seiten fressen. Doch obwohl zuerst nur die schweren Wörter verschwinden, die Leon eh loswerden wollte, geht bald alles geschriebene und gedruckte verloren. Mira merkt aber auch, dass ihr Bruder sich zu verändern beginnt und will dies verhindern.

Um alles retten zu können, suchen die Geschwister den Laden, wo Leon den Füller kaufte, und gelangen so in das Land Fabula, wo das Abenteuer erst richtig beginnt. Hier lernen sie nicht nur den Buchstabenzauberer Florius kennen, sie finden auch die Wichtigkeit der Worte und die Macht sie verstehen zu können.

Verpackt in einer abenteuerlichen Geschichte, spricht Sabine Kruber überaus wichtige Themen an. Ob nun Analphabetismus, Leseschwäche oder auch Ausgrenzung, alles lässt sich hier finden. Zudem wird ziemlich deutlich gemacht, weshalb das Lesen eine Fähigkeit ist, die eigentlich jeder von uns beherrschen sollte, schließlich könnten dadurch sogar Leben gerettet werden.

Leseschwäche ist nichts, wofür man sich schämen muss. Mit der richtigen Unterstützung kann man dazu lernen und sich entwickeln. Wenn man aber zu sehr an der Tatsache festhält, blockiert man sich selbst. Daher ist es auch wichtig, dass das Umfeld nicht urteilt, sondern anspornt.
Auch Ausgrenzung erfahren zu müssen, sollte niemand, nur weil er bei etwas nicht gut ist. Es verletzt nicht nur Gefühle, es schafft Unsicherheiten und in manchen Fällen weckt es unbändige Wut, die sich in Gewalt ausladen kann.

Obwohl dieses Buch sich vorrangig an Kinder richtet, enthält es auch eine wichtige Botschaft für die Erwachsenen. Ob nun Eltern oder Lehrer, sie erkennen die Schwäche der Kinder und sollten in der Lage sein, darauf richtig zu reagieren. Es liegt an ihnen zu helfen und das Umfeld zu sensibilisieren, damit Ausgrenzung nicht geschieht und niemand sich schämen muss. Statt über die Schwächen anderer zu lachen, sollte man ihnen beistehen.
Fazit
Zwei Kinder, die versehentlich mit Magie in Kontakt kommen und sich dadurch in ein unglaubliches Abenteuer stürzen. Plötzlich liegt das Schicksal aller Worte in ihren Händen. Doch um diese retten zu können, müssen sie sich den menschlichen Schwächen stellen, durch die andere ausgegrenzt werden.


Kommentare:

  1. HI
    deine Rezension gefällt mir zu diesem Buch sehr gut. Ich hab es auch vor zwei Jahren gelesen und die Idee dahinter finde ich klasse. Gerade weil man über ein Thema nachdenkt, wo man vielleicht sonst nicht darüber nachdenkt.
    Sei lieb gegrüßt
    Nicole

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    1. Hallo liebe Nicole

      Vielen lieben Dank für die netten Worte. Es stimmt schon, kaum einer denkt über so etwas nach, nicht, wenn man nicht selbst davon betroffen ist oder jemanden kennt. Dabei ist es ein überaus wichtiges Thema, denn trotz all des Fortschritts, den unsere Gesellschaft vorweisen kann, lesen kann nicht jeder.

      Viele Grüße
      Valja

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